FAQ

Künstliche und synthetische Fasern

Dienstlichen Fasern, unter denen Viskose und Modal gezählt werden, werden aus organischen Polymeren natürlichen Ursprungs (wie Cellulose) hergestellt, die durch ein Reagens behandelt und modifiziert werden.

Die synthetischen Fasern, einschließlich Acryl oder Polyester, werden aus synthetischen Polymeren aus organischen Verbindungen (aus dem Erdöl) durch chemische Polymerisationsreaktionen hergestellt, das heißt, im Gegensatz zu dennstlichen Fasern, ist das Ausgangspolymer nicht bereits in der Natur vorhanden ist, sondern wird vom Menschen synthetisiert.


Was ist die Viskose

Unter Viskose versteht man eine nicht synthetische, sondern eine künstliche Faser, die aus der Cellulose erzeugt wird. In diesem Fall werden die Filamente aus den Baumwollelintern✳︎ hergestellt, wobei man für die Modalfasern die Cellulose aus dem Buchenholz verwendet.

Im Viskoseherstellungsverfahren wird der natürliche Prozess simuliert, bei dem die Seidenraupe die Maulbeercellulose in zwei dünnen Fäden verwandelt. Eine flüssige Celluloselösung wird durch eine mit bloßäugig fast unsichtbaren Löchern gelochte Düse gepresst. Durch jedes Loch wird ein Filament gezogen, das dann durch ein Fällbad verfestigt wird. Eine Düse kann von 1.000 bis zu 20.000 Löcher haben, aus denen je ein Filament mit gleichem Querschnitt gleichzeitig hergestellt wird. Danach werden die Fäden zu dickeren Fasern in dem angeforderten Durchmesser weiterverarbeitet.

✳︎Die Linter sind die kurze Haare, die den "Baumwollesamen" nach der Ernte der Baumwolleflocke umwickeln.

Eigenschaften der Viskose

Die Viskose weist verschiedene Eigenschaften auf, die sie als Faser sehr wertvoll machen, vor allem in der Kombination mit anderen Fasern, die ihre Besonderheiten hervorheben oder sogar verbessern.

In den mit Polyester gemischten Fasern, verleiht Polyester zum Beispiel dem Stoff eine höhere Elastizität und Widerstandsfestigkeit, sowie eine höhere Isolationsleistung.

Die Viskose ist außerdem ein leichter Stoff, die sowohl beim Anfassen als auch im Aussehen seidenartig wirkt, und ziemlich widerstandsfähig sowie antistatisch ist.


Was ist das Micromodal

Wahrscheinlich hören Sie zum ersten Mal diesen Begriff. Heutzutage kann man jedoch das Modal einfach in vielen Produkten des alltäglichen Gebrauchs finden, vor allem in der Wäsche. Aber wissen Sie wirklich, worum es geht? Aus einer kleinen Umfrage hat es sich herausgestellt, dass viele "Nicht-Fachkundigen" davon überzeugt sind, dass Micromodal, genauso wie Viskose, eine synthetische Faser ist, die höheres Schwitzen und Allergien verursacht. Aber die Wahrheit lautet ganz anders.

Das Modal ist eine nicht synthetische künstliche Faser, die von der österreichischen Firma Lenzing Modal® patentiert wurde✳︎. Es handelt sich dabei um eine vollkommen biologisch abbaubare und natürliche Faser, die durch Spinnen und eine Verarbeitung ohne synthetische Komponenten und unter Waldschutz im Rahmen einer nachhaltigen Forstwirtschaft hergestellt wird. Modal wird aus Buchenholz durch ein Verfahren gewonnen, aus dem extrem leichte Filamente entstehen. Man kann sich vorstellen, dass 10.000 Meter dieser Faser ca. 1 Gr. wiegen. Also weniger als Seide!

Micromodal ist extrem leicht, anallergisch und antistatisch und außerdem extrem feuchtigkeitsaufnehmend und lässt die Haut perfekt trocken. Dadurch ist Modal auch für den sommerlichen Gebrauch optimal.

Die immer größere Verbreitung dieses Stoffes auch in der Modewelt ist seiner innewohnenden Eigenschaften zu verdanken, neben den ästhetischen Eigenschaften, die ihn sowohl im Anfassen als auch im Aussehen wie Seide erscheinen lassen.

✳︎Die Firma Lenzing S.p.A wurde mit dem "Europäischen ECO-Label" ausgezeichnet. Dies bestätigt, dass Lenzing Modal vollkommen chlor- und schadstofffrei ist und ausschließlich aus Holz aus nachhaltigem nationalem Forstwirtschaft besteht.

Modal und Micromodal

Wenn man von Modal und Micromodal spricht, bezeichnet man damit die selbe Faser, die mit demselben Verfahren und aus dem gleichen Ursprung hergestellt wird. Der einzige Unterschied liegt in der Größe: Micromodal ist dünner und leichter, Modal hat eine Größe von ca. 6 Micron. Aus diesem Grund zählt Micromodal zu den Mikrofasern.

Dadurch ist Micromodal auch viel leichter und bleibt trotz seiner dichterer Schussfäden genauso atmungsaktiv wie Modal.

Pigmentdruck und Digitaldruck

Der Pigmentdruck wird mit rechteckigen oder zylindrischen Gesenken - Matrizen genannt - realisiert, die die Farbe enthalten. Nach der Vorbereitung der Tinte aufgrund von vorbestimmten Rezepturen, wird der Stoff auf einen langen beweglichen Teppich unten den Matrizen, die nach Farben unterteilt sind, gelegt. Die Matrizen werden dann gesenkt, bis sie mit dem Teppich in Kontakt kommen und somit mit wiederholten Bewegungen das Muster auf dem Stoff einprägen, ähnlich wie beim Hektograph.

Der folgende und endgültige Schritt ist die Thermofixierung. Dadurch wird die Farbe auf dem Stoff fixiert, so dass er den unterschiedlichen Belastungen widerstehen kann.

Für den Digitaldruck verwendet man eine elektronische Druckmaschine, die ähnlich wie ein gewöhnlicher Tintenstrahldrucker funktioniert. Durch ihre Bewegung lassen die Druckköpfe die in entsprechenden Behältern vorhandene Tinte direkt auf dem Stoff ausfließen. Vor der Behandlung mit dem Druckverfahren, muss der Stoff eine bestimmte Behandlung, Plattierung genannt, unterzogen werden. Dadurch erreicht man eine bessere Bindung der Farbe mit den Fasern. Nach dem Bedrucken wird der Stoff sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, um die Farbe zusätzlich zu fixieren. Im letzten Schritt wird der schon gedruckte und vaporisierte Stoff in besonderen Waschmaschinen gewaschen, um die überflüssige Farbe auszuwaschen, und dann getrocknet.

Mit dem Digitaldruck werden die Druckmotive klarer und die Farben glänzender. Dank ihrer erheblichen Flexibilität ermöglicht außerdem diese Technik eine höhere Personalisierung. Die sehr flüssige Farbe bindet sich leichter mit den Textilfasern und verleiht den Mustern einzigartige chromatischen und qualitativ hochwertige Effekte. Der weniger flexible Pigmentdruck ist für industrielle Produkte und für mehr modische Artikel im niedrigeren Preisbereich geeignet.


Tabelle der internationalen Textilkennzeichen

Um eine leichtere Navigation zu ermöglichen, führen wir hier im Folgenden die Tabelle der internationalen Textilkennzeichen, in der die Abkürzungen erklärt werden, die in der Beschreibung der Produkten unserer e-commerce-Webseite verwendet werden (Das Link verweist auf eine interne Seite der „Unione Industriale Pratese").

http://www.ui.prato.it/unionedigitale/nomcomb/CodiciMeccanografici.pdf

Laut geltenden Gesetzes werden die auf der Produktetiketten angegebenen Zusammensetzungen in kompletter Form ausgedrückt, damit sie vollkommen verständlich sind.


Wasch- und Trockungsanleitungen